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Risiken und Nebenwirkungen

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ALTERSVORSORGE - die schlimmsten Fehler.

Die richtige Geldanlage ist schwere Arbeit und harte Prüfung, denn auf dem Weg zur sicheren Rente gibt es immer wieder Verlockungen, einfach auszusteigen und die guten Vorsätze hinter sich zu lassen.

Fehler 1: Gier
Gier bekämpfen: Gier nach Geld kann so fatal sein, also Vorsicht bei Angeboten mit angeblichen Wunderrenditen.  
Wichtig dabei: Renditen über dem Marktniveau bergen grundsätzlich das Risiko, auch viel Geld bis hin zum Totalverlust zu verlieren oder einem Gauner  aufzusitzen. Diese laufen auch nicht immer raußen rum, sondern sitzen auch mal an Schaltertischen. Fatale Folgen: Das verlorene Geld fehlt im Alter !

Fehler 2:  Börsenangst
Eine weiterer Fehler ist die Börsenangst. Natürlich ist die Geldanlage an der Börse immer ein Stück Spekulation - viele Sparer haben bei den Börsencrashs zwischen den Jahren 2000 und 2003 viel Geld verloren.
Aber so, wie man nach einem Autounfall wieder fahren soll, um die Angst zu besiegen, sollte auch die Börse bei der persönlichen Geldanlage eine zweite Chance bekommen.
Vorsorgesparer sollten Fonds kritisch prüfen, bevor sie kaufen, aber sie sollten die Chancen an der Börse nutzen. Ein unabhängiger Berater hilft.

Fehler 3:  Nachgiebigkeit
Konsumlust zügeln: Ja, wir konsumieren gern, aber dafür die Vorsorgekasse plündern? Besser nicht.
Der dritthäufigste Fehler ist die Nachgiebigkeit. Je dicker das Vorsorgekonto ist, umso mehr wachsen die Begehrlichkeiten: Neues Auto, teurer Urlaub oder die Wohnungsrenovierung. Und macht es nicht Sinn, statt eines Kredits lieber das eigene Geld aus der privaten Rentenkasse zu nehmen?
Natürlich, aber das ist nicht die Frage: Denn niemand kann sich aus der gesetzlichen Rentenkasse Geld für den nächsten Urlaub leihen. Warum also die eigene Vorsorgekasse plündern? Die finanziellen Rücklagen für die materielle Unabhängigkeit im Alter sollten unangetastet bleiben.

Fehler 4:   Nachlässigkeit
Wichtiges zuerst: Bevor Sie sich überhaupt mit Geldanlagen beschäftigen, sollten Sie existenzielle Risiken absichern und da beginnt schon die Nachlässigkeit. Manche Menschen sind so sehr damit beschäftigt, ihre Geldanlagen zu "optimieren", dass sie viel wichtigere Dinge vernachlässigen. Die richtige Versicherung beispielsweise.
Denn was nützt es, wenn man jeden Monat brav für später spart, aber mit 42 Jahren berufsunfähig wird und nicht dagegen versichert ist? Das Ersparte ist dann schnell aufgebraucht.
Ebenfalls gravierend ist eine fehlende oder schlechte Absicherung für den Todesfall. Denn auch ein gut gefülltes Sparkonto eines Normalverdieners wird dessen Familie kaum jahrelang ernähren. Deshalb Versicherung immer vor der Vorsorge.
 
Fehler 5:  Uneinsichtigkeit und Besserwisserei
Seien Sie kein Besserwisser: Sie können nicht immer alles besser wissen als Experten. Also verzichten Sie nicht auf unabhängigen Rat - auch wenn er Geld kosten sollte.
Die meisten Menschen glauben, in finanziellen Dingen allein Entscheidungen treffen zu können. Trotzdem haben neun von zehn Anlegern schon Unsummen an Geld verloren. Trotzdem sind 60 Prozent falsch und zu teuer versichert. Und trotzdem verschenken viele Menschen Jahr für Jahr Millionen Euro, weil sie bei der Steuererklärung nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen.
Tatsächlich also ist es nicht weit her mit dem Geldwissen und dagegen hilft nur eins: fachlicher und kompetenter Rat von Experten.                                          

Damit ist nicht der vermeintlich kostenlose Rat des Versicherungsvertreters oder des Bankangestellten gemeint: Die müssen verkaufen was ihnen aufgetragen wird, nicht etwa was Sie echt benötigen. Unabhängige Berater helfen wirklich weiter.
(nach einem Artikel in: Die Welt)